5 Adwords Tips und Tricks für Einsteiger

Adwords Tip 1: Ohne Conversion Tracking geht nichts!

Kein Conversion Tracking eingerichtet zu haben ist der wohl gravierendste Fehler/Leichtsinn überhaupt, aber dennoch des öfteren zu sehen. Unter der heutigen Wettbewerbssituation ist es nur noch in sehr wenigen Fällen möglich eine profitable Adwords-Kampagne zu managen, ohne Conversions zu messen zu können. Ohne Tracking sollte man am besten gar nicht anfangen.

Etwas schwieriger wird es dann, wenn sich Transaktionen nicht so einfach messen lassen, weil bspw. von einem längeren Verkaufszyklus auszugehen ist und ein Verkauf erst viele Wochen oder sogar Monate später eintritt. In derartigen Fällen empfiehlt es sich immer, nach messbaren Indizien zu suchen, die möglichst nah an einer Transaktion liegen. So könnte zum Beispiel ein Anbieter für hochpreisige Individualreisen messen, wie viele Kontaktanfragen über Adwords generiert werden konnten. Falls historische Daten über die Conversion Rate (Kontakt => Kauf) vorliegen, lässt sich die Profitabilität von SEM als Marketinginstrument schnell abschätzen.

Adwords Tip 2: Nicht nur mit Keywords vom Match-Typ “weitgehend passend” bzw. “broad match” arbeiten!

Google kennt drei Match Typen:

Genau passend” ist die präziseste Methode zum Ausrichten Ihrer Keywords auf die Zielgruppe. Verwenden Sie ein genau passendes Keyword, wenn die Anzeige nur angezeigt werden soll, wenn eine Abfrage durchgeführt wird, die genau dem ausgewählten Keyword entspricht. Bei genau passenden Keywords wird Ihre Anzeige nicht für Suchabfragen angezeigt, die zusätzliche Wörter oder Buchstaben aufweisen oder der Reihenfolge des genau passenden Keywords nicht entsprechen.

Bei passenden Wortgruppen wird die Schaltung Ihrer Anzeige bei jeder Suchabfrage bei Google ausgelöst, die das Keyword oder die Wortgruppe in der exakten Reihenfolge und Form enthält, die Sie angegeben haben. (In der Abfrage können vor oder nach der Wortgruppe weitere Suchbegriffe vorhanden sein.)

Bei Verwendung eines weitgehend passenden Keywords wird die Schaltung Ihrer Anzeige ausgelöst, wenn dieses Keyword oder ein ähnlicher Begriff in der Abfrage eines Nutzers vorkommt. Dies bedeutet, dass Ihre Anzeige auch unter folgenden Umständen erscheint:

  • Die Abfrage enthält auch andere Begriffe.
  • Begriffe in der Abfrage stehen nicht in der gleichen Reihenfolge wie in Ihrem Keyword (wenn das Keyword z.B. x lautet, wird die Schaltung Ihrer Anzeige auch durch die Suchbegriffe xyz, zx oder zyx ausgelöst).
  • Die Suchabfrage ist Ihrem Keyword ähnlich. Dies schließt Wörter im Plural und Synonyme ein.”

(Quelle: http://www.google.com/intl/de/adwords/learningcenter/19135.html)

Wer allein mit Broad Matches bzw. weitgehend passenden Keywords arbeitet, der zieht auch schlechten Traffic an, da Anzeigen auch für irrelevante Suchbegriffe geschaltet werden. Es lässt sich sagen, dass alle wichtigen Keywords auf jeden Fall als “genau passend” im Account vorhanden sein sollten. Wer dennoch viel mit weitgehend passenden Keywords arbeitet, sollte auf jeden Fall einen Blick in den Suchanfragenbericht werfen, um zu sehen, für welche Begriffe seine Anzeigen tatsächlich geschaltet wurden. In aller Regel stellt man an dieser Stelle fest, dass Anzeigen auch bei völlig irrelavanten Keywords ausgeliefert wurden. Genau diese Keywords lassen sich dann als ausschließende Keywords bzw. Negative Matches einpflegen, um eine erneute Anzeigenschaltung für diese Begriffe zu vermeiden. Im Idealfall sollten sowohl Negatives, als auch zusätzliche Keywords als “genau passend” aufgenommen werden.

Adwords Tip 3: Mehrere Anzeigen pro Anzeigengruppe laufen lassen!

In vielen “home-made” Adwords-Accounts, sehen wir, dass nur eine einzige Anzeige pro Anzeigengruppe erstellt wurde. Es empfiehlt sich, mehrere Anzeigen zu erstellen und diese gegeneinander zu testen (Split Testing). Die einfachste Variante ist es, als Entscheidungskriterium die Klickrate heranzuziehen, indem man abwartet bis ausreichend Daten (Klicks und Impressionen) vorliegen und dann die Anzeige mit der schlechteren Klickrate pausiert und die bessere Anzeige kopiert und leicht anpasst. Dieses Spiel geht solange, bis sich keine signifikanten Verbesserungen mehr erzielen lassen. Mehr zum Split Testing gibt’s ein anderes Mal.

Adwords Tip 4: Deep Linking anstatt nur auf Homepage zu verlinken!

Der Kunde/Nutzer ist heutzutage sehr verwöhnt. Findet er auf der Zielseite nicht sofort, wonach er gesucht hat, so besteht die Gefahr, dass er umgehend zurück in die Suche geht und anschließend bei der Konkurrenz einkauft. Demzufolge sollte man mit Deep Links arbeiten und den Kunden genau dorthin schicken, wo er findet wonach er gesucht hat. In den meisten Fällen ist dies nicht die Startseite.

Fehler 5: Kleine, homogene Anzeigengruppen bilden!

Anzeigengruppen sollten in sich möglichst homogen sein und ein eng gefasstes Thema umreißen. Sind zu viele unterschiedliche Keywords in ein und derselben Gruppe, so lassen sich keine zielgerichteten Anzeigen schreiben, die den Suchenden ansprechen. Befinden sich die Begriffe “Hosen”, “Schuhe” und “Parfum” in einer Gruppe, so müsste man eine Anzeige verfassen, die auf drei verschiedene Zielgruppen ausgerichtet ist, was kaum machbar ist. Wer die Begriffe in drei Gruppen trennt, der kann auf jedes Segment genauestens eingehen und wird damit höhere Klickraten erzielen. Zudem wird man von Google für unsauberes Clustering mit einem schlechten Qualitätsfaktor bestraft, was dazu führt, dass die Klickpreise steigen.

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Andreas Reiffen

Andreas Reiffen is the founder and CEO of crealytics and data-driven online marketing strategist with his focus concentrating on online retailers.

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