Liefert Google AdWords falsche Daten?

Vor kurzem haben wir uns (anscheinend) das erste mal die Spalte Aktueller maximaler CPC in einem Placement-/Keyword-Bericht genauer angesehen und uns über die dort aufgeführten Werte gewundert. Diese stimmen nämlich nicht immer mit dem Max. CPC der einzelnen Keywords überein. Die Abweichungen sind zum Teil beachtlich. Laut der Google AdWords Hilfe sollte in dieser Spalte eigentlich ganz eindeutig das – von uns gesetzte – aktuelle maximale Gebot für einen Klick stehen:

Maximum CPC: The maximum cost-per-click (CPC) bid you set for ads with CPC bidding. (For campaigns with CPM bidding, or for preferred CPC campaigns, this column will read $0.00.)

Dies scheint aber nicht immer der Fall zu sein. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, haben wir uns daraufhin diejenigen Keywords, bei denen der im Report angegebene maximale CPC nicht mit denen im Google AdWords Interface übereinstimmte, genauer angesehen. Die Keywords hatten offensichtlich alle gemeinsam, dass für diese Positionsgebote abgegeben wurden. Mit Hilfe der Google AdWords API konnten wir feststellen, dass Google für diese Keywords intern zwei verschiedene Gebote verwaltet: ManualCPCAdGroupCriterionBids und PositionPreferenceAdGroupCriterionBids.

Google setzt offensichtlich intern eigene Gebote für Keywords mit Positionsangaben. Diese Gebote sollen sicherstellen, dass die Anzeigen für die entsprechenden Keywords auf den gewünschten Positionen geschaltet werden. Dabei ist garantiert, dass diese Gebote immer unterhalb des maximal zulässigen Gebots liegen. In den oben erwähnten Berichten wurde anscheinend anstelle der von uns abgegebenen Gebote die von Google gesetzten Gebote aufgeführt. Dies widerspricht zwar der Definition aus der Hilfe, läßt sich aber durchaus nachvollziehen.

Wirklich bedenklich ist nur, dass uns dieses Verhalten diese Woche das erste Mal aufgefallen ist 🙁

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