Throwaway prototyping – günstige Demoversion oder Zeitverschwendung?

Wozu sollte man einen Prototypen erstellen, von dem von vornherein klar ist, dass man ihn wegwerfen wird? Dieser Frage ist Ahmet Emre Acar in einem Gründerszene Artikel nachgegangen.

Für ungeduldige kurz die Essenz: ein Prototyp kann durchaus Sinn machen, sofern man einen Trade-off zwischen investierter Zeit und dem zu erwartenden Wert des Prototypen findet. Insbesondere schlägt der Autor vor, Nutzerinterfaces zu basteln. Und das ganz wörtlich: mit Schere und Papier. Der Sinn des Ganzen? Man findet schneller eine gemeinsame Basis für Diskussionen, kann visuell argumentieren und potentielle Usability-Probleme noch vor der Implementierung ausräumen.

Und da bin ich (mittlerweile) absolut seiner Meinung. Vor allem auch nach Studium eines interessanten Artikels auf Infoq (danke Moe), der zwar mit prototyping nicht so viel zu tun hat, aber ebenfalls den Ansatz des “UI first” propagiert. Wenn man bedenkt, dass Nutzer eines Programms letztenendes alle Funktionen nur über die UI steuern können, so macht es Sinn, sich massiv damit zu beschäftigen und auch nur jene Funktionalitäten zu implementieren, die der Nutzer auch tatsächlich ansteuern kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Prototypen sind ein legitimes und durchaus geeignetes Mittel, Dinge auszuprobieren und ein gemeinsames Verständnis für ein künftiges Produkt zu entwickeln. Meiner Meinung nach ist es nur wichtig, sobald man zu viel Funktionalität in den Prototypen packt, sofort damit anzufangen, diesen auf “vernünftige”, sprich potentiell production stable, Beine zu stellen. Sonst läuft man Gefahr, einen Prototypen als Produkt zu entwickeln. Und das kann nicht Sinn der Sache sein.

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Udo Gröbner

Developer at the crealytics innovation hub. Interested in new technologies, pragmatic solutions and stuff that works.

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