Google’s Informations-Monopol

Wer hat Angst vor Google? Die Größe ist schon immer wieder beeindruckend:

  • 87,8 Mrd. Suchanfragen pro Monat
  • 620 Mio. Tägliche Besucher auf Google.com
  • 20 PB an Daten werden täglich verarbeitet (1 Petabyte = 1000 5 Bytes)

Und wer lieber in Dollars zählt als in Traffic:

  • Umsatz 2009: 23,7 Mrd. $
  • Umsatz durch Werbung 2009: 22,9 Mrd. $
  • Gewinn 2009: 6,5 Mrd. $


Eine Info-Grafik mit umfassenden Daten hat vor 2 Wochen Pingdom erstellt. Bei dieser überwältigenden Marktmacht stellt man sich die Frage: Gibt es überhaupt noch einen ernstzunehmenden Konkurrenten?

Nun, Google selbst hat seine Konkurrenten anscheinend klar vor Augen:

We face competition from:

  • Traditional search engines, such as Yahoo! Inc. and Microsoft Corporation’s Bing.
  • Vertical search engines and e-commerce sites, such as WebMD (for health queries), Kayak (travel queries), Monster.com (job queries), and Amazon.com and eBay (commerce). We compete with these sites because they, like us, are trying to attract users to their web sites to search for product or service information, and some users will navigate directly to those sites rather than go through Google.
  • Social networks, such as Facebook, Yelp, or Twitter. Some users are relying more on social networks for product or service referrals, rather than seeking information through traditional search engines.
  • Other forms of advertising. We compete against traditional forms of advertising—such as television, radio, newspapers, magazines, billboards, and yellow pages—for ad dollars.
  • Mobile applications. As the mobile application ecosystem develops further, users are increasingly accessing e-commerce and other sites through those companies’ stand-alone mobile applications, instead of through search engines.
  • Providers of online products and services. We also provide a number of online products and services, including Gmail, YouTube, and Google Docs, that compete directly with new and established companies that offer communication, information, and entertainment services integrated into their products or media properties

(Quelle: Consumer Watchdog)

Man könnte es auch ganz einfach in einem Satz ausdrücken: Jeder Informationsfluss ohne Google-Beteiligung wird als Konkurrenz gewertet. Es dürfte erstmalig in der Geschichte der Menschheit sein, dass nicht eine absolutistische Regierung sondern ein Privatunternehmen das Informationsmonopol für sich beantragt. Und wenn schon, dann bitte weltweit!

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Andreas Meyer

Andreas Meyer has been an PPC specialist since 2009. In the years since, he has been in charge of accounts of all sizes among diverse industries. As of 2014, he works as a PPC analyst in the Business Intelligence division. His areas of expertise are PPC account optimization and Google Shopping.

  • Google macht das ja auch alles sehr geschickt. Sie haben sich ja erst einmal ein gutes Image aufgebaut, bieten ihren Mitarbeitern Kinderbetreuung und ein eigenes Fitnessstudio und machen das natürlich über die Medien publik. Dementsprechend ist vielen gar nicht klar, welche Macht Google theoretisch hat. Dennoch halte ich den Konzern für vertrauenswürdig genug, dass er keine Daten missbraucht, denn das würde Google auf lange Sicht schaden, wenn es heraus kommt, und das können die sich doch gar nicht leisten.

  • AMeyer

    Hallo Andi B. Da gebe ich dir vollkommen Recht. Viele Leute haben Sicherheitsbedenken, beispielsweise weil in GMail die E-Mails “durchsucht” werden und Werbung angezeigt wird, die auf private Inhalte matcht.

    Meiner Meinung nach sind private Daten nirgends so sicher aufgehoben wie bei Google. Ein Datenschutz-Skandal wäre wohl das einzige, was den Google-Riesen in absehbarer Zeit zum Straucheln bringen könnte. Google wird sicherlich alles daran setzen, um jedes Risiko in diesem Bereich zu minimieren.

    Andi M.