eBook readers revisited

Nachdem an dieser Stelle bereits im Dezember ein Post zum Thema eBook Reader zu lesen war, möchte ich mich heute wieder des Themas annehmen. In den letzten Monaten hat sich in diesem Segment doch einiges getan.

Da ist zunächst natürlich Apples Ankündigung/Markteinführung des iPads mit zugehörigem Bookstore, das zwar mit ziemlich gemischten Reaktionen aufgenommen wurde. Die Vorbestellungen deuten allerdings darauf hin, dass es das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt sein könnte. Allein auf der diesjährigen CES stellten, abgesehen davon, so ziemlich alle größeren Multimediahersteller neue Reader vor.

Erstaunlich ist dabei allerdings, dass beinahe alle das Potential eines solchen Gerätes nicht voll auszuschöpfen gedenken. So schreibt crunchgear:

What’s a cheap, functional e-reader to do?
Sell in bulk. The e-book is a loss leader, right? If someone spends $150 on a reader, you can be sure they’re going to get their money’s worth by buying at the very least 10 or 20 books and magazines a year with the thing. I don’t know why more e-readers aren’t being sold at or below cost. Sony made the same mistake with the PS3 — if they truly had a “10-year plan” for their device, why were they so chary of losing money at launch? Nobody is going to buy a PS3 and no games, and nobody is going to buy an e-reader and no books.

Es wäre also durchaus angebracht, eine Mischkalkulation zu fahren und etwas mehr Vertrauen und Liebe in den Content zu stecken. Zumal hier langfristig wohl auch mehr zu verdienen sein wird, als mit dem reinen Gerätehandel. Man darf gespannt sein, ob und wann ein Umdenken einsetzt.

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Udo Gröbner

Developer at the crealytics innovation hub. Interested in new technologies, pragmatic solutions and stuff that works.

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  • Für Bücher kann ich mir das derzeit noch nicht so recht vorstellen, dazu habe ich doch zu gerne Papier in der Hand, aber zum Zeitung lesen in der Bahn ist so ein Reader sicher praktisch, und wenn man sich daran erst einmal gewöhnt hat, wird man vielleicht früher oder später doch auch bei Büchern darauf umsteigen.

  • UGroebner

    Da ist schon was dran. Wobei ich kein Problem damit hätte, wenn die Bücher dafür einfach günstiger wären (der Verlag spart sich schließlich Druck, Lagerung, Distribution).
    Aber da hast du sicher recht, das haptische Gefühl ist nicht zu vernachlässigen…

  • Einen Vorteil haben die Buecher natuerlich noch – den ich gerade bei der BA Thesis nutze. Wenn man eBooks schnell nach Schlagwoerter scannen moechte, ist die Suchfunktion ein grosses Plus.
    Klar gibt es den Index und Schlagwortverzeichnisse in klassischen Buechern. Aber ne Suche ich dann doch viel eleganter.

  • UGroebner

    Wenn man mit den Büchern richtig arbeitet spielen eBooks ganz klar ihre Vorteile aus:
    – leichtes Suchen (entsprechend auch leichtes Zitieren)
    – einfach überall mitnehmen
    Ich bin mir auch noch nicht so sicher, wie sehr die haptische Erfahrung in der Verbreitung von eBooks eine Rolle spielen wird. Ich hab beispielsweise auch noch gern eine Schallplatte in der Hand. Aber praktischer im täglichen Gebrauch ist natürlich der MP3 Player.
    Vielleicht kommt die weite Verbreitung von eBooks wirklich zunächst über Wissenschaft/Schule, also Lehrbücher. Und wenn die Leute sich dann daran gewöhnt haben, auf einem Gerät zu lesen, macht man das vielleicht auch eher mal in der Freizeit.