Werbeeinnahmen für Twitter

Künftig sollen durch Werbeeinnahmen auch die Kassen bei Twitter klingeln. Mit diesem Schritt schließt sich nun auch der Kurznachrichtendienst Twitter der breiten Masse an und springt auf den Werbeeinnahmen-Zug auf.

Die New York Times berichtete, dass bei Twitter künftig sogenannte “Promotet Tweeds” geschaltet werden können. Diese werden neben den Suchergebnissen aufgelistet. So können künftig neben den bisherigen Tweets auch kommerzielle Werbe-Tweets angezeigt werden und sollen Twitter enorme Werbeeinnahmen bescheren bzw. bezwitschern.

So kann z.B. eine Suche nach “Grafikdesign” verschiedene Werbe-Tweets für Bücher, Software, Ausstellungen oder Dienstleistungsangebote zu dem Suchbegriff liefern. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Firmen und Kunden noch weiter zu verstärken. In der Startphase werden aber lediglich wenige Prozent (wohl im einstelligen Bereich) der kommerziellen User Werbung schalten können.

Werbe-Tweets werden gegenüber den privaten Tweets privilegiert behandelt. Die kommerziellen Kurznachrichten können durch Bezahlung eines Gebots entsprechend positioniert werden. Ein Listing nach Aktualität ist also (zum Glück?) nicht vorgesehen.

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen neben den bezahlten Suchergebnissen auch Werbebotschaften direkt in den Nachrichtenstrom einzelner User eingebunden werden können. Diese Botschaften sollen an die Interessen des jeweiligen Users anpasst sein. Wie das technisch umgesetzt werden soll ist aber noch unklar. Fest steht jedoch, dass sich die Werbebotschaften an den Aufenthaltsort des Users bzw. den Themen der verfolgten Tweets anpassen sollen. Twitter verfolgt hier einen Ansatz der bereits von Google verwendet wird: Durch Beobachtung der User soll die Werbe-Kommunikation optimiert werden.

Evan Williams, Twitter-Chef und Mitbegründer der Firma, sieht wohl eine enorme Einnahmequelle in dieser Geschäftsidee. Wenn man Experten glauben darf, so sind in den ersten Jahren mehrere Millionen Dollar für Twitter drin. Die Begründung dieser Vermutung liegt in den für sich sprechenden Zahlen: Mehr als “100 Millionen registrierte User” und seit der Gründung von Twitter (vor vier Jahren) wächst die Plattform um “1500 Prozent pro Jahr”.

Einige namhafte Interessenten sind auch schon zu nennen: Best Buy (Unterhaltungselektronik), Virgin America (Fluggesellschaft), Starbucks und Bravo (Kabelfernsehkanal).

Da wird sich in der nächsten Zeit noch einiges tun. Auf alle Fälle besteht viel Potential für die ein oder andere neue Marketing-Quelle.

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