Steigen meine Kosten, wenn ich Google meine Margen mitteile?

Mit Googles Conversion Optimizer hat der Werbeflächenanbieter (mit angeschlossener Suchmaschine 😉 ein Werkzeug am Start, das wie der Traum eines jeden Online-Shop-Betreibers klingt: sag uns welche Keywords dich interessieren, und was du an jedem verdienst, und wir bepreisen alles vollautomatisch so, dass Du am meisten verdienst.

Viele Leute haben aus gut nachvollziehbaren Gründen ziemliche Vorbehalte, ihre Margen außer Haus zu geben (siehe meinen Beitrag hier ). Dazu kommt die Frage: Kann Google mich dann nicht einfach hochbieten, bis ich gerade noch was verdiene, und er steckt den Rest ein?

Antwort: Prinzipiell könnte Google das. Aber er verspricht, es nicht zu tun:
Keine Verwendung Ihrer Conversion-Daten zur Steigerung Ihrer Kosten oder Ihres Cost-per-Click**”

Dieses Versprechen ist allerdings, wie man sieht, mit einer Fußnote versehen: indirekt könne die Weitergabe der Daten schon zu Kostensteigerungen führen, da Tools wie “Smart Pricing” auf zusammengefasste1 Conversion-Daten aller Kunden zugreifen. Je nachdem wie grob oder fein diese Aggregation ist, können Konkurrenten mit ähnlichem Sortiment dann von Google also analog zu den eigenen Margins bepreist werden.

Abgesehen davon: selbst ein perfekter vollautomatischer Bietalgorithmus gibt nur Geld aus, wenn man nicht bemerkt, dass beispielsweise die Anzeigentexte schlecht geschrieben sind.
1 In der englischen Version der verlinkten Seite spricht Google deutlich davon, dass Conversion-Daten “in aggregate for the benefit of advertisers” verwendet werden können, also zusammengefasst zum Nutzen von (anderen) Anzeigenschaltern.

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Maximilian Hainlein

I'm working for crealytics as Social Media and Marketing Manager since 2011. My motto: "It's better to be the needle than the haystack."