6 Gründe, besser die Finger vom eCommerce zu lassen

Ich habe gerade auf Kassenzone eine sehr treffende Beschreibung des eCommerce-Marktes gefunden: Alex führt sechs gewichtige Argumente auf, weshalb man sich mit einem “Me-Too-Konzept” heute mit ziemlicher Sicherheit die Finger verbrennen wird. Sehr lesenswert!

Wir bei crealytics bekommen das Ganze hautnah mit – allerdings aus einer völlig anderen Perspektive:

  1. Anhand der Masse der Kundenfragen stellen wir fest, dass der Markt offensichtlich überhitzt ist.
  2. Für kaum einen der “Me-Too-Shops” lässt sich SEM/SEA noch profitabel einsetzten, weil der Wettbewerb schneller gewachsen ist als die Nachfrage. Da unser rein erfolgsbasiertes Vergütungsmodell langfristig nur funktioniert, wenn messbare Gewinne erzielt werden, starten wir Projekte nur dann, wenn ein klarer USP zu sehen ist.
  3. Die schrumpfenden Margen sehe ich in der besagten Form – trotz der Logik dahinter – in der Praxis so nicht. Allerdings trifft dies wieder zu, wenn man sich die Margen nach Akquisitionskosten (Werbeausgaben) anschaut. Unter dem Strich bleibt oft nichts mehr hängen. Produkte werden zwar zur UVP verkauft, aber es wird zu teuer, die Kunden zum Kauf zu bewegen.
  4. Reine Größe ist kein Vorteil mehr. Auch das kann ich unterschreiben. Die kleinen Innovatoren oder diejenigen, die eine Nische besetzten, sind oft erfolgreicher.
  5. Früher war es einfacher, mit einem neuen Shop Geld zu verdienen. AdWords einbuchen und schnell bares Geld verdienen. Der Wettbewerb finden heute auch meiner Einschätzung nach primär auf den Plattformen Dritter (Google, Preisvergleicher, …) statt. Ich sehen diesen Punkt deswegen gleich wie Punkt 2.
  6. Der stationäre Handel drängt online: Auch das stellen wir anhand der Kundenanfragen fest. Insbesondere ist auch auffällig, dass immer mehr Hersteller anfangen, über eigene Shops zu verkaufen. Die Markennamen werden dann einfach bei Google gesperrt, sodass diese nicht mehr in Anzeigen verwendet werden dürfen.

Ich sehe vier Strategien:

  1. E-Commerce Verticals: Mit einem spezialisierten Shop eine Nische besetzen
  2. Mit einem innovativen Konzept einen nachhaltigen USP sichern
  3. Mit einer guten Portion Know-how in einen Wachstumsmarkt einsteigen (Lebensmittel!)
  4. Oder einfach nach Zalando-Rezept zum Category Killer 😉

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Andreas Reiffen

Andreas Reiffen is the founder and CEO of crealytics and data-driven online marketing strategist with his focus concentrating on online retailers.

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