SEM: Lohnt sich Mobile? Vergleich der Performance von Desktop-PC’s zu Smartphones und Tablets (by Marc P. G. und Marina S.)

Teil 1 AdWords Daten im Vergleich

Der Hype um Smartphones und Tablets hat uns veranlasst, zu untersuchen, inwiefern das SEM auch in diesen Bereich an Bedeutung gewinnt.

Dazu haben wir als Test drei Kampagnen erstellt und die Ausrichtung jeweils ausschließlich auf Desktop, Tablet und Smartphone festgelegt, um eindeutige Ergebnisse zu erhalten. Bezüglich der Keywords haben wir uns auf 2 Marken eines Online-Shops beschränkt.

Anfangs sind die Kampagnen in jeder Ausrichtung mit identischen Geboten gestartet. In der Folge haben wir aufgrund der Gegebenheiten individuelles Gebotsmanagement vorgenommen.

Die Gegebenheiten beziehen sich v.a. auf die Anzahl und die Positionen der ausgelieferten Anzeigen. Bei Tablets und Smartphones werden im Vergleich zu Desktop-PC’s nur bis zu 6 Anzeigen dargestellt. Das Tablet  stellt maximal 3, das Smartphone sogar nur 2 Anzeigen, über der organischen Suche dar. Darunter werden maximal 3 Ads angezeigt, wie es allerdings auch bei den Desktops möglich ist.

Der wesentliche Unterschied ist, dass sowohl bei den Smartphones als auch bei den Tablets die seitlichen Anzeigenpositionen komplett fehlen. Dies impliziert, dass nur die Ads auf den Top-Positionen sofort für den User ersichtlich sind.

Die Kampagnen sind nicht für die Mobile-Ausrichtung optimiert worden.

 

Im Folgenden möchten wir die ersten Ergebnisse präsentieren. Im heutigen Beitrag konzentrieren wir uns auf die AdWords-Daten, sprich Impressions, Clicks, etc.

Ein Überblick über die Zahlen:

 

Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, wird das mit Abstand höchste Suchvolumen immer noch bei den Desktop-PC’s erreicht. Bemerkenswert ist allerdings, dass Smartphones ein höheres Suchvolumen als Tablets haben.

Tablets sind noch nicht so verbreitet wie Smartphones, was ein Grund für das geringere Suchvolumen sein könnte.

Bezüglich der CTR ergeben sich auch interessante Zahlen. So ist die Klickrate bei den Smartphones um ein vielfaches (im Vergleich zu Desktop 88%) höher als bei den anderen Ausrichtungen.

Gründe hierfür könnten sein:

  • Das Suchverhalten der User könnte gezielter sein als bei Tablets und Desktops.
  •  Da hier nur 1-2 Anzeigen über der organischen Suche erscheinen, hat der User weniger Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten.

Ebenso ist die Klickrate von 5,20% bei den Tablets sehr beachtlich und hängt mit Sicherheit auch mit den oben genannten Gründen zusammen.

Im Hinblick auf die CPC’s kann man große Unterschiede ausmachen. So ist der Traffic bei den Tablets am teuersten, gefolgt von Smartphones und am “billigsten” ist es bei der Desktop-Suche. An unserem Beispiel zeigt sich, dass man für einen Klick bei der Tablet-Anzeige 145% (bei Smartphones 82%) mehr bezahlen muss, als für den Klick auf die Desktop-Anzeige. Auch hier spielt natürlich die geringere Anzahl an Anzeigenpositionen die wichtigste Rolle.

Man könnte nun zu dem Schluss kommen, dass sich der Mobile-Markt (noch) nicht rentiert.

In Teil 2 unserer Auswertung werden wir weitere Zahlen auswerten und euch zeigen, ob es sich lohnt, die höheren CPC’s im Mobile-Markt in Kauf zu nehmen oder eben nicht.

Also, auch Teil 2 lesen! 🙂

ABOUT THE AUTHOR


Marina Simmerl

Marina Simmerl works as Teamlead and Senior PPC Manager at crealytics. She has 5+ years of experience in PPC and she managed many client accounts of different industries. Her expertise lies in account strategies and client communication.

  • Thomas F.

    Hey,

    habe noch nicht die anderen Teile gelesen. Jedoch sind auch interessante Schlussfolgerungen bei TextAds und Imageanzeigen zwischen diesen Ausrichtungsgeräte zu sehen.

    VG

    Thomas

  • Marc und Marina

    Hallo Thomas,

    wir haben uns in diesem Test nur auf Google Such- und Werbenetzwerk konzentriert. Daher haben wir nur mit TextAds gearbeitet.
    Das wäre aber sicherlich interessant, damit einen weiteren Test zu fahren.

    Vg

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