Klage gegen Facebook-Werbung zugelassen

Wie heise online vermeldet, hat ein US-Gericht im kalifornischen San Jose eine Klage gegen Facebook wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechte zugelassen. Einige Facebook-Nutzer hatten gegen das Sociale Netzwerk geklagt, da die sogenannten “Gesponserten Meldungen” aus ihrer Sicht gegen diese Rechte verstoßen.

Anders als bei normalen Facebook Anzeigen, die aus Bild, Titel und Bild bestehen, handelt es sich bei Gesponserten Meldungen um Werbeanzeigen, die auf soziale Interaktionen von Nutzern zurückgreifen und diese in der Anzeige darstellen.

Klickt ein Facebook-Nutzer z.B. auf einer Fanpage “Gefällt mir”, kann eine Anzeige erstellt werden, in der mit Bild und Namen des “Fans” auf dessen Zugehörigkeit zur Fanpage geworben wird. Die Klickbereitschaft bei Nutzern ist oftmals deutlich höher, wenn diese sehen, dass Freunde bereits mit der Fanpage verbunden sind.

 

Copyright heise online

 

Aus Sicht einiger Nutzer hätte Facebook hierfür eine Genehmigung einholen müssen. Auch wird der Nutzer vor oder während eines Klicks auf “Gefällt mir” nicht über die Berechtigung zur Weiterverwendung persönlicher Daten informiert.

Erst vor kurzem wurde Elliot Schrage, VP Public Policy bei Facebook, in einer BBC Dokumentation auf die Datenschutzproblematik bei Gesponserten Meldungen angesprochen und konnte keine stichhaltigen Argumente dagegen vorbringen.

Für werbetreibende Unternehmen auf Facebook wie auch Facebook selbst könnte diese Klage weitreichende Auswirkungen haben. Die Gesponserten Meldungen sind für Unternehmen ein überaus wichtiges Instrument zur Erhöhung der Markenbekanntheit, Fan-Gewinnung und für virale Effekte, während Facebook über das Anzeigengeschäft den größten Teil seines Umsatzes macht.

 

 

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Maximilian Hainlein

I'm working for crealytics as Social Media and Marketing Manager since 2011. My motto: "It's better to be the needle than the haystack."