73% der Deutschen kaufen ihr Weihnachtsgeschenk online

Das Weihnachtsgeschäft 2012 blüht – wie nie zuvor, wenn man sich auf den Online-Handel bezieht.

Trend-Weihnachtsgeschenke
Google Trends 2005-2012:
“weihnachtsgeschenke online” und “geschenkidee weihnachten”

Allgemein gesehen 9% Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr sagt die Gesellschaft für Konsumforschung voraus. Der Einzelhandelsverband HDE zeigt sich mit seiner Prognose eher vorsichtig: 1,5% Steigerung. Was das Herz des Online Händlers wirklich höher schlagen lässt, sind die Ergebnisse einer Umfrage der Creditreform Boniversum GmbH und des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels e.V. Sage und schreibe 73% der Deutschen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke 2012 übers Internet!

Als SEA-Spezialist musste ich hier gleich mal Google befragen, und die Ergebnisse übertreffen die der Marktforscher: bereits jetzt liegen die Suchanfragen nach “weihnachtsgeschenke online” bei Google um 28% höher als im Vorjahr.

Ebenfalls interessant erscheint mir ein anderer Trend: während fast jährlich mehr Deutsche nach “weihnachtsgeschenke online” googeln, haben die Suchanfragen nach “geschenkidee weihnachten” seit 2006 eher abgenommen. Das könnte darauf hindeuten, dass das Internet früher überwiegend zur Inspiration (Was kann ich dieses Jahr nur verschenken?) genutzt wurde, der tatsächliche Kauf aber eher noch im Ladengeschäft abgewickelt wurde.

SEA-Strategie für Weihnachten

Nicht so 2012! Und damit auch Sie ordentlich profitieren, hier noch ein goldener Tipp für Ihr SEA vor Weihnachten:

Immer wieder erlebe ich, dass Online Shops auf spezielle Weihnachts-Kampagnen setzen – und darüber hinaus die profitbringenden Kernkampagnen vernachlässigen. Oder es werden aus Panik, das Weihnachtsgeschäft zu verpassen, alle Gebote präventiv erhöht.

Warum an Weihnachten nicht darauf bauen, was das ganze Jahr gut funktioniert hat? Daher mein Tipp: Besonders die gewinnstärksten Kampagen nochmal ordentlich aufpolieren und mit einem dynamischen Gebotsmanagement schnell auf Marktveränderungen reagieren.

Die Erfahrung zeigt nämlich: Meist ist es nur das Volumen (Klicks, Sales, Umsatz), das erheblich ansteigt. Die relationalen KPIs wie Cost per Click und vor allem Earning per Click verändern sich dagegen kaum oder verringern sich auf Grund höherer Retouren an den Tagen nach Weihnachten sogar. In Folge ist eine voreilige Gebotserhöhung der sicherste Weg, um vor dem dicken Weihnachtsgewinn nach Abzug der Werbekosten ein noch dickeres Minus stehen zu haben – und um Google ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk zu machen.

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Quellen:

ABOUT THE AUTHOR


Andreas Meyer

Andreas Meyer has been an PPC specialist since 2009. In the years since, he has been in charge of accounts of all sizes among diverse industries. As of 2014, he works as a PPC analyst in the Business Intelligence division. His areas of expertise are PPC account optimization and Google Shopping.

  • Tim

    Also erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass der CPC sich vor Weihnachten in E-Commerce Kampagnen erhöht aufgrund der steigenden Konkurrenzsituation.
    Jedoch sinkt das Suchvolumen im Dienstleistungssektor(B2B) aufgrund von Urlaub und Jahresabschluss.