Vertipper finden mit Google‘s Suchanfragenreport

Welcher Campaign Manger hat sich nicht schon mal gewünscht, einen Blick in die Google Datenbank zu werfen und alle „Meinten-Sie“-Alternativen zu bekommen die Google kennt. Ich möchte eine Methode vorstellen, wie man dem ziemlich nahe kommt.

Man benötigt dazu einen AdWords-Kampagne mit der Kampagnen-Einstellung „Auch Pluralformen, falsche Schreibweisen und andere nahe Varianten einschließen“, in dem der gewünscht Begriff als Exact Keyword eine hohe Anzahl von Klicks bekommen hat. Im Folgenden nehme ich die Outdoor-Marke Ortovox als Beispiel.

Zuerst wählt man im AdWords Client Center die Anzeigengruppe, die das Keyword [ortovox] enthält. Dann wechselt man zu Dimensionen und wählt Anzeigen: Suchbegriffe. Danach stellt man einen längeren Zeitraum (Gesamte Zeit) ein und wählt als Filter nur den Übereinstimmungstyp „Genau (nahe Variante)“.

Vertipper zu Ortovox

Als Ergebnis erhalte ich in meinem Fall eine Liste mit 36 alternativen Schreibweisen bzw. Vertippern, die man sogar nach Häufigkeit sortieren kann. Des Weiteren gibt die Click-Through-Rate einen Hinweis darauf, ob es sich wirklich um einen Vertipper der Marke handelt oder um einen anderen Begriff.

Übrigens: Gibt es in der Ad Group noch weitere Exact Keywords, so werden natürlich auch von diesen die Vertipper angezeigt. Möchte man nur die Tippfehler von Ortovox, so fügt man unter Spalten > Spalten anpassen > Attribute die zusätzliche Spalte Keyword hinzu. Nach diesem Attribut lässt sich zwar in der Benutzeroberfläche von Google nicht filtern, aber immerhin sortieren. Alternativ kann man sich die Ergebnisse nun auch herunterladen und die Filterfunktion der Tabellenkalkulations-Software nutzen.

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Andreas Meyer

Andreas Meyer has been an PPC specialist since 2009. In the years since, he has been in charge of accounts of all sizes among diverse industries. As of 2014, he works as a PPC analyst in the Business Intelligence division. His areas of expertise are PPC account optimization and Google Shopping.

  • Na das ist ja mal ein interessanter Tipp. Das werde ich nachher gleich mal ausprobieren um ein paar neue Tippfehler zu bekommen. 😉 Aber wäre sicher auch für manche Inhaber einer Marke recht gut zu wissen, wie viele Vertipper tatsächlich bei Google und Co eingegeben werden…

  • AMeyer

    Ja, für Markeninhaber ist es sicher eine ganz gute Methode; wobei ich als Markeninhaber wohl eher noch die Referrer verwenden würde um somit auch die Ergebnisse aus der organischer Google-Suche ui erhalten.

    Was ich vielleicht hätte erwähnen sollen: Die Methode lohnt sich nur, wenn man sowieso eine entsprechende Google AdWords Kampagne am Laufen hat. Ansonsten muss man schon einige hundert Euronen hinblättern und bei Marken (insofern sie bei AdWords nicht geschützt sind) schlimmstenfalls noch mit einer Abmahnung rechnen.