Rückspiegel: “Nur-Anruf”-Anzeigen, Werbung im Play-Store, neue Search-Ranking-Faktoren

Es ist Montag, es ist Zeit für den Rückspiegel. Vergangene Woche beschäftigte die Branche vor allem Neues zu Mobile Marketing, u.a. “Nur-Anruf”-Anzeigen, bezahlte Werbung im Play-Store und Änderungen an Google’s Suchergebnis-Ranking. 

Mobile Marketing weiter auf dem Vormarsch

Obwohl das Thema “Mobile Marketing” schon lange zu den großen Trends der digitalen Branche gehört, hat man das Gefühl, dass es immer mehr Fahrt aufnimmt. Am Dienstag gab Google ein neues Anzeigenformat für seine Werbeplattform AdWords bekannt. Die sogenannten “Nur-Anruf”-Anzeigen sind rein auf mobile Nutzer ausgelegt und ermöglichen es, Standard-Textanzeigen mit Rufnummern zu versehen (nicht zu verwechseln mit Call Extensions). Google reagiert damit auf eine eigene Studie, nach der 70% der mobilen Nutzer direkt aus den Suchergebnissen heraus bei Firmen anrufen.

Aber auch in anderen mobilen Bereichen baut Google seine Werbemaschinerie aus. So sollen zukünftig auch im Android Play-Store bezahlte Suchergebnisse auftauchen. Der Schritt erscheint logisch, spricht Google selbst von mehr als einer Milliarde Play-Store-Nutzer, die die Play-Store-Suche ebenso nutzen wie die normale Websuche.

Für Werbetreibende sicherlich interessant: auch reiselustige Menschen scheinen immer mehr Gefallen an der mobile Welt zu finden. Eine Branchenumfrage unter Online-Reiseportalen zeigt nun, dass sich Anbieter wie weg.de oder Dreamlines über dreistellige Zuwachsraten bei mobilen Seitenaufrufen freuen – zum Teil fallen bereits 40% des Gesamttraffics auf mobile Zugriffe. Zwar finden bisher noch 88 Prozent der Buchungen der Kunden am klassischen Desktop statt, für mobile Werbetreibende ist dies dennoch eine erfreuliche Nachricht, wenn man davon ausgeht, dass Nutzer zumeist zuerst auf Google & Co. nach Reisen bzw. Reiseportalen suchen.

Google verfeinert das Search Ranking

Wir bleiben in der Welt der Smartphones und Tablets. Google verkündete nun zwei neue Faktoren, die das Ranking der Suchergebnisse beeinflussen. Ab sofort werden neben indizierten Apps auch Seiten stärker berücksichtigt, die als „mobile-friendly“ gekennzeichnet sind. Während indizierte Apps nur Auswirkungen für Nutzer haben, die eingeloggt sind und die besagten Apps installiert haben, betrifft das „mobile-friendly“-Label alle mobilen Suchergebnisse weltweit.

Mobile-friendly

Um noch eines oben drauf zu setzen, wurde beobachtet, wie Google mit einem neuen Label experimentierte. Das neue „Slow“-Label kennzeichnet angeblich diejenigen Seiten in den mobilen Suchergebnissen, die zu langsam sind.

Slow Label Google Mobile SERPS
© K Neeraj Kayastha

Es ist noch nicht bestätigt, ob dies eingeführt wird und wenn ja, ob es sich auf die Geschwindigkeit des jeweiligen Gerätes oder auf die Webseite als solche bezieht. So oder so sollten Webseiten- und Shop-Betreiber eine schnelle Erreichbarkeit sicherstellen.

Wir bleiben gespannt.

ABOUT THE AUTHOR


Maximilian Hainlein

I'm working for crealytics as Social Media and Marketing Manager since 2011. My motto: "It's better to be the needle than the haystack."