Rückspiegel #18: BGH-Urteil zu Markennennung in AdWords, Hypothesen zum Rückgang der Ad Impressions und Googles Fashion Trends

Es ist Montag, es ist Zeit für unseren wöchentlichen Rückspiegel. Letzte Woche fielen uns besonders ein BGH-Urteil zur Verwendung von Markennamen in AdWords, spannende Hypothesen zum Rückgang der Anzeigen-Impressions und Googles Modetrends ins Auge.

BGH entscheidet: Ankäufer und Reseller dürfen Markennamen in AdWords-Anzeigen verwenden

Auf Legal Tribute Online hat sich RA Dr. Schirmbacher mit einem BGH-Urteil zu Markenbeschwerden beschäftigt. Die Betreiberin einer Plattform für den An-und Verkauf von Juwelierwaren und Luxusuhren hatte gegen eine allgemeine Markenbeschwerde des Uhrenherstellers Rolex geklagt. Die Beschwerde verhinderte, dass die Betreiberin eine Google-Anzeige schalten konnte, in der die Marke “Rolex” genannt wurde. Eine daraufhin geforderte Zustimmung wurde von Rolex abgelehnt.

Der BGH entschied daraufhin, dass Markeninhaber Markenbeschwerden zwar weiter aufrechterhalten können (um massenhafte Verletzungen des Markenrechts in Google Anzeigen zu verhindern), die Aufforderung von Werbetreibenden zur Zustimmung der Schaltung einer bestimmten Anzeige allerdings geprüft und ihr, sofern markenrechtlich zulässig, Folge geleistet werden muss.

Hypothese: zeigt Google weniger Anzeigen pro Suche?

Auf Search Engine Land beschäftigte sich Kolumnist Mark Ballard mit der Frage, wieso die Impressions für bezahlte Ergebnisse auf Google rückgängig und das Klick-Wachstum geschwächt sind. Obwohl er sich unterschiedlichste Datenquellen ansieht – von Googles eigenen Daten bis hin zu Berichten Dritter – kommt er auf keine abschließende Antwort der Frage. Eine der möglichen Hypothesen: Google zeigt aufgrund der Verlagerung von Textanzeigen zu PLAs bzw. von Desktop zu Mobile weniger Anzeigen pro Suche. Eine zweite Hypothese umfasst die sehr ähnlichen Keyword-Varianten, die seit Herbst 2014 zwingend sind. So oder so werden diese Thesen ohne Googles eigene Aussagen weiter Thesen bleiben.

Google sagt Modetrends vorher

Auf Google wird tagtäglich nach Millionen bzw. Milliarden von Produkten gesucht. Soweit nichts neues. Nun nutzt Google laut internetworld.de diese Daten, um daraus Vorhersagen für Modetrends zu erstellen. Dafür nutzt das Unternehmen neben den zahlreichen Suchanfragen auch geografische Daten und das weitere Suchverhalten der Nutzer – zum Beispiel Wörter und Ausdrücke, die im Zusammenhang mit einer Modesuche auftreten. Die sogenannten Trend Reports erscheinen zwei Mal jährlich, sind aber ohne Berücksichtigung der Konvertierungsdaten nicht mehr als ein Indikator für das Suchverhalten.

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Maximilian Hainlein

I'm working for crealytics as Social Media and Marketing Manager since 2011. My motto: "It's better to be the needle than the haystack."