Rückspiegel: TrueView for Shopping, mobile Anzeigen für lokale Geschäfte, erste Tweets in den Google SERPs, Zalando & Anatwine

Es ist Montag, es ist Zeit für den Rückspiegel. Vergangene Woche beschäftige die Szene vor allem die neuen Shopping-Anzeigen für YouTube, mobile Anzeigen für standort-bezogene Suchanfragen, die ersten Tweets in den Google SERPs und Zalandos Beteiligung an Anatwine.

Google bringt Shopping-Anzeigen auf YouTube

Laut einem Bericht von VentureBeat fügt Google ein neues Feature zu seinen YouTube-Video-Anzeigen hinzu: TrueView for Shopping. Nach der Einführung des Features in den kommenden Monaten können Werbetreibende dem Zuschauer Produkte direkt über Anzeigen in einem Video schmackhaft machen.

TrueView Shopping
Quelle: VentureBeat

Das Prinzip ist ähnlich zu dem der Google-Shopping-Anzeigen: über AdWords werden die Video-Kampagnen mit einem Merchant Center Feed verknüpft und die Anzeigen für passende Produkte dynamisch ausgespielt.

Neues mobiles Anzeigenformat für lokale Werbetreibende

Google ist dieser Tage sehr fleißig, was neue Anzeigenformate – vor allem für mobile Endgeräte – betrifft. Nun kündigte der Konzern laut Search Engine Land ein neues Format für „nahe gelegene Geschäfte“ an. Was heißt das? Wenn jemand nach z.B. „Autowerkstatt in der Nähe“ sucht, können Werbetreibende nun mit einer bezahlten Anzeige in der Auflistung landen.

Google Standort-Anzeigen
Quelle: SearchEngineLand

Um mit einer Anzeige – bis zu vier sind möglich – geschalten zu werden, muss die Standort-Erweiterung aktiviert sein. Zusätzlich enthalten die Anzeigen einen Link für eine Wegbeschreibung sowie die Möglichkeit zum Anruf. Das neue Anzeigenformat wird dann voraussichtlich anstelle der Textanzeige geschaltet werden.

Vor dem Hintergrund, dass sich die Anfragen mit Standortbezug im letzten Jahr verdoppelt und 80% davon über mobile Geräte kommen, ein nachvollziehbarer Schritt.

Twitter-Google-Deal startet: erste Tweets tauchen in den Suchergebnissen auf

Google und Twitter haben damit begonnen die Anfang des Jahres beschlossene Zusammenarbeit in die Tat umzusetzen und für aktuelle Themen Tweets in voller Größe und Umfang in den Suchergebnissen zu zeigen. Aktuell können nur Nutzer in den USA über die mobilen Apps und das mobile Web die Tweets sehen, an einer Desktop-Version wird noch gearbeitet. Monetarisierung steht für Twitter aber wohl nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um den zusätzlichen Traffic, den der Kurznachrichtendienst erhält.

Die Meldung ist für Werbetreibende auf Google vermeintlich nicht weiter relevant. Spannend aber ist die Frage, wann, wo und wie oft die Tweets auftauchen und was das für die Darstellung von Suchmaschinenwerbung bedeutet. Aktuelle Themen können sich durchaus mit werberelevanten Begriffen überschneiden (z.B. „neues MacBook“) während der Platz auf Googles Ergebnisseiten sowieso schon recht begrenzt ist.

Zalando sichert sich Beteiligung an Anatwine

Wie Textilwirtschaft.de berichtet, hat sich der Online-Pure-Player Zalando 20% am am britischen Experten für Handelssoftware im Internet, Anatwine, gesichert. Das Unternehmen bleibt unabhängig, geht aber eine strategische Partnerschaft mit Zalando ein. Ziel ist es, Marken in der Zalando-Plattform zu integrieren und Lieferanten so den direkten Zugang zum Endverbraucher zu ermöglichen. Zalando profitiert, in dem sie ihren Kunden ein größeres, individualisierteres Produktangebot anbieten können, ohne eigene Lagerstandorte ausbauen zu müssen.

Seit seinem Börsengang investiert Zalando in Technologien und baut sich Schritt für Schritt sein eigenes Shopping-Ökosystem, bei dem der Kunde von personalisierter Werbung bis hin zu höchst individualisierten Produkten alles innerhalb der Zalando-Welt bekommt. Zuletzt hatte der Kauf des Adtech-Startups Metrigo durch Zalando für Aufsehen gesorgt.

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Maximilian Hainlein

I'm working for crealytics as Social Media and Marketing Manager since 2011. My motto: "It's better to be the needle than the haystack."