Upgraded URLs: Übergangslösung für Fehler bei einfacher Umstellung

Zum 01. Juli weitet AdWords seine bereits aus dem Shopping-Bereich bekannte Trennung von Tracking und endgültiger URL auf den Search-Bereich aus: die Upgraded URLs. Auch wir hatten bereits im Februar darüber berichtet. Damit die Daten zur Anzeigenleistung, z.B. Impressionen oder Klicks, auch nach der Umstellung erhalten bleiben und keine Anzeigenüberprüfung ausgelöst wird, bietet Google die Möglichkeit, mittels einfacher Umstellung nur die Ziel-URL umzustellen. Dabei kommt es jedoch zu Fehlermeldungen beim Abgleich der URLs. Wir haben für Euch eine Übergangslösung, die es zumindest in einigen Fällen ermöglicht, dass URLs mit einfachen Weiterleitungen akzeptiert werden.

Einfache Umstellung fehlerhaft

In wenigen Tagen stellt Google auf die Upgraded URLs um. Dies bedeutet, dass von der bis dahin aktuellen Ziel-URL der entsprechende Tracking-Teil abgespalten und der Rest in eine finale URL und, sofern vorhanden, eine finale mobile URL umgewandelt wird.

Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass bei Anzeigen jede Änderung intern zu einer neuen Anzeige führt. Das heißt insbesondere, dass die Historie der bisherigen Anzeige verloren geht und die neue Anzeige erst nach einer Review freigeschalten wird. Gerade in größeren Accounts, mit zum Teil hunderttausenden Anzeigen, ist dies natürlich nicht wünschenswert.

Google hat hier für Abhilfe gesorgt. Es besteht die Möglichkeit, mittels eines einfachen Upgrades (Gruppe 2) nur die Ziel-URL umzustellen, indem man für jede finale URL lokale Tracking-Vorlagen erstellt. Dies funktioniert aber nur, wenn die resultierende finale URL in Kombination mit der Trackingvorlage wieder dasselbe Ergebnis liefert wie die alte Ziel-URL.

Und hier ist die Krux. Das Adwords-Team ist bei der Kombination und dem Vergleich wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass massenhaft Anzeigenumstellungen mit dem Fehler “URL_NOT_EQUIVALENT” abgelehnt werden?

Leider ist nicht näher bekannt, was genau das Adwords-System erwartet. Es scheint sich aber um ein Kodierungsproblem zu handeln.

Workaround: Doppelte Kodierung ermöglicht einfache Weiterleitungen

Ein Trick, der oftmals klappt, ist, die URL-Parameterwerte in der finalen URL doppelt zu kodieren.

Beispiel:

Finale URL:

http://www.example.com?q=g%C3%BCrtel (also ein UTF-8 encodetes ü)

“Verbesserte Version”:

http://www.example.com?q=g%25C3%25BCrtel (also ein doppelt UTF-8 encodetes ü)

Dies führt zumindest bei einfachen Weiterleitungen häufig dazu, dass das AdWords-System die Umstellung annimmt. Leider funktionierte dieser Workaround bei mehrfachen Weiterleitungen nicht.

Der Fehler ist Google bekannt und wird vom AdWords-Team bearbeitet. Es gibt allerdings bislang kein definitives Datum, bis wann der Fehler behoben sein wird. Sehr ärgerlich, angesichts der Tatsache, dass die einfache Umstellung nur bis 01. Juli möglich sein wird.

Zusätzlich gab das AdWords API Team bekannt, im Zuge der Umstellung ein temporäres Limit für die Anzahl der AdGroupAd ADD Vorgänge, die pro Tag und pro Konto durchgeführt werden können, einzuführen.

Falls ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, oder einen Trick für mehrfache Weiterleitungen habt, könnt ihr ihn gerne in den Kommentaren posten!

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Udo Gröbner

Developer at the crealytics innovation hub. Interested in new technologies, pragmatic solutions and stuff that works.

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