Rückspiegel: Preisvergleich in PLAs, AOL-Deal mit Bing, Google-Ergebnisse auf Yahoo

Es ist Montag, es ist Zeit für den Rückspiegel. In den letzten sieben Tagen ist im Suchmaschinen-Umfeld wieder einiges passiert: unter anderem wurden in Google Shopping erste Tests von Preisvergleichen gesichtet, AOL schloss einen Deal mit Bing ab und Yahoo bindet nun auch Google-Ergebnisse in seinen SERPs ein.

Testet Google Preisvergleiche in den Google Shopping-Ergebnissen?

Wie ChannelAdvisor berichtet, testet Google scheinbar eine neue Preisvergleich-Funktion in seinen Shopping-Anzeigen. Anders als der sog. „Value Alert“, der in einer Anzeige ein Sonderangebot anpreist, vergleicht die neue Funktion den Preis mit dem durchschnittlichen Online-Preis, nicht jedoch mit anderen, gleichzeitig ausgespielten PLAs.

Preisvergleich Google Shopping
Quelle: www.channeladvisor.com/blog

Noch ist nicht klar, woher Google die Daten für die Berechnung des durchschnittlichen Online-Preises hat, noch was es damit bezweckt. ChannelAdvisor vermutet, dass es ein weiterer Schritt hin zu mehr Konkurrenzfähigkeit gegenüber Marktplätzen wie Amazon ist.

Bing tritt Mehrheit am Werbegeschäft an AOL ab, nur die Suche bleibt

Das Wall Street Journal berichtet von einem nicht unerheblichen Deal: Microsoft verkauft einen Großteil seines Anzeigengeschäfts an AOL. Demnach übernimmt AOL den Verkauf von Display-, Mobile- und Video-Anzeigen auf den Microsoft-Seiten in den USA sowie acht internationalen Märkten. Das Anzeigengeschäft im Bereich „Search“ soll dagegen bei Microsoft bleiben.

Im Gegenzug für die Abtretung des Anzeigengeschäfts an AOL soll Microsoft’s Suchmaschine Bing bei AOL eingesetzt werden. Dies würde gleichzeitig das Aus für die bisherige Partnerschaft zwischen AOL und Google bedeuten.

Yahoo bindet nun auch Google Suchergebnisse in seinen SERPs ein

Aktuelle Beobachtungen unterschiedlicher Medien zeigen, dass Yahoo inzwischen nicht mehr nur Bing, sondern auch Google-Ergebnisse in seiner Suchmaschine implementiert. Dies betrifft nicht nur die organischen Ergebnisse, sondern auch Werbeanzeigen, die von nun an von Google, Bing und Yahoo selbst ausgeliefert werden.

Seit dem neuen Deal zwischen Yahoo und Bing Anfang des Jahres ist es Yahoo erlaubt, externe Quellen einzubeziehen, sofern diese nicht mehr als 49% ausmachen.

50% der Klicks auf mobile Display-Anzeigen sind Unfälle – Google AdWords reagiert

Aktuelle Studien schätzen, dass bis zu 50% aller Klicks auf mobile Display-Anzeigen aus Versehen geschehen. Für Werbetreibende ist dies natürlich mehr als schlecht, verwässert es doch die CTR und führt möglicherweise zu höheren Kosten. Google hat dies erkannt und nun entsprechend reagiert. Insgesamt drei Updates wurden diesbezüglich veröffentlicht:

  1. Klicks, die zu nah am Rand einer mobilen Bildanzeige getätigt werden, werden fortan blockiert.
  2. Bei In-App-Interstitials-Anzeigen ist es fortan nicht mehr möglich, auf das App Icon zu klicken. Nutzer müssen stattdessen auf einen C2A Button klicken.
  3. Anzeigen werden grundsätzlich erst klickbar, wenn sie eine gewisse Zeit angezeigt wurden. So haben Nutzer die Chance, sich die Anzeige anzusehen, bevor sie sich entscheiden zu klicken.
Updates mobile Klicks
Quelle: adwords.blogspot.de

Am Ende dienen die Änderungen nicht nur dem Benutzererlebnis, sondern ermöglichen Werbetreibenden weniger Kosten und bessere Konvertierungsraten.

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Maximilian Hainlein

I'm working for crealytics as Social Media and Marketing Manager since 2011. My motto: "It's better to be the needle than the haystack."