Rückspiegel: Neue Google-Shopping-Tests, veränderte CPC- und CTR-Werte bei Facebook, AOL plant Kauf von Mobile-Advertising-Marktplatz

Es ist Montag, es ist Zeit für den Rückspiegel. Vergangene Woche testete Google weiter an seinen Shopping-Anzeigen, Facebook veränderte sein CPC- und CTR-Modell und AOL plant den Kauf von Mobile-Advertising-Spezialist Millennial Media.

Google führt Tests bei Google-Shopping-Anzeigen fort

Google hatte bereits mehrmals hinsichtlich Niedrigpreis-Benachrichtigungen in seinen Google-Shopping-Anzeigen herumexperimentiert, zuletzt mit einer Preisvergleich-Funktion. Nun hat CommerceHub eine neue Variante gesichtet:

Großartiger Preis Google Shopping
Quelle Screenshot: CommerceHub

Die Benachrichtigung “Great price” erscheint unterhalb des Shop-Namens und scheinbar anstelle der Stern-Bewertungen. Google wird in der Zukunft sicherlich weitere solcher Funktionen testen, um Nutzer dabei zu unterstützen die besten Angebote zu finden.

Zusätzlich hat TheSEMPost eine Hybrid-Form der PLAs entdeckt, die aktuell scheinbar in den USA getestet wird:

Google Shopping Hybrid
Quelle: TheSEMPost

Das ist die bisher größte Anzeige, die jemals bei Google gesichtet wurde. Sie besteht aus einer Google-Shopping-Anzeige und Informationen des Knowledge Graphs. Besonders erwähnenswert sind noch die zusätzlichen Informationen bei den ausgewählten Shops, z.B. “Free shipping” oder “No tax”.

Laut TheSEMPost erscheinen die Hybrid-Anzeigen nur bei sehr spezifischen Suchanfragen wie Canon Mark III. Es ist schön, dass Google immer wieder neue Formate testet. Ob dieses Format sich jedoch durchsetzen wird, bleibt die Frage. Zwar liefert die Anzeige viele nützliche Informationen und würde mit Sicherheit bei Nutzern viel Aufmerksamkeit erregen, jedoch lässt sie wenig bis gar keinen Platz für andere Anzeigen, was nicht im Sinne von Google sein kann.

Facebook verändert CPC- und CTR-Werte für seine Anzeigen und bringt Werbeanzeigenmanager für Android

Facebook hat bekanntgegeben, die Bedeutung seiner CPC- und CTR-Werte zu verändern. Wie Allfacebook.de berichtet, wird Facebook die Definition des Cost per Click (CPC) insofern verändern, dass zukünftig nur noch Klicks zu Webseiten oder Apps mit einfließen, nicht mehr aber Likes, Shares oder Kommentare. Das wird sich natürlich auch auf die CTR-Werte auswirken, die vermutlich zunächst sinken werden.

Die Änderung sollte Werbetreibenden eigentlich in die Karten spielen, werden die Werte dadurch doch realistischer. Es bedeutet aber auch eine Umstellung. Zwar werden Likes, Shares und Kommentare auch weiterhin in den Anzeigenberichten erfasst, aber halt nicht mehr Teil der CTR- und CPC-Erfassung sein. Interne KPIs und Berichte müssen entsprechend angepasst werden.

CPCs und CTR können Werbetreibende zukünftig auch von ihrem Android Smartphone aus einsehen. Wie Thomas Hutter berichtet, ist die im Februar für iOS eingeführte Werbeanzeigenmanager-App nun auch für Android Geräte verfügbar.

AOL zeigt Interesse an Mobile-Marketing-Spezialist Millennial Media

Nachdem AOL in letzter Zeit immer wieder auf sich aufmerksam gemacht hat, z.B. durch den Deal mit Microsoft, seine Werbeplattform One oder die Übernahme von AOL durch den Mobilfunkbetreiber Verizon Wireless, zeigt der Konzern nun Interesse am Mobile-Advertising-Marktplatz Millennial Media. Satt 300 bis 350 Millionen US-Dollar soll Millennial Media AOL wert sein. Damit möchte AOL sein Werbegeschäft insbesonders im Bereich des Mobile Marketings weiter ausbauen.

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Maximilian Hainlein

I'm working for crealytics as Social Media and Marketing Manager since 2011. My motto: "It's better to be the needle than the haystack."